Das Kondom ist ein klassisches Verhütungsmittel. So schützt es einerseits vor einer ungewollten Schwangerschaft und unterbindet andererseits effektiv die Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten. Doch seit wann gibt es das Kondom überhaupt und worin liegen die konkreten Vor- und Nachteile dieses Systems?
Die ersten klassischen Kondome, die den heutigen Modellen ähneln, wurden im 18. Jahrhundert angefertigt. Da für die Herstellung damals noch nicht die gleichen Materialien zur Verfügung standen wie heute, kamen zunächst tierische Membrane zum Einsatz. So soll bereits Casanova Schafsdärme eingesetzt haben, um sich vor der damals gefürchteten Syphilis zu schützen. Revolutioniert wurde das Herstellungsverfahren des Kondoms schließlich im Jahr 1855. So gelang es Forschern zum ersten Mal in der Geschichte, das etwa ein Jahrzehnt zuvor entdeckte Verfahren der Vulkanisierung von Kautschuk zur Herstellung von Kondomen zu nutzen. Diese Erfindung zeichnete sich durch eine erhöhte Widerstandsfähigkeit aus, sodass es zu Recht als weitaus sicherer eingestuft wurde als frühere Tiermembrane. Das heute verwendete Latex wurde erstmals im Jahr 1930 eingesetzt und sorgte für den endgültigen Durchbruch des Kondoms. So wurden beispielsweise in zahlreichen Armeen im 2. Weltkrieg Kondome unter den Soldaten verteilt, wodurch es zu einem nachweisbaren Rückgang von Geschlechtskrankheiten kam.
Die Vorteile eines Kondoms sind bereits teilweise angeklungen. So schützt ein Kondom in der Regel vor einer Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten. Auch im Vergleich zu anderen Verhütungssystemen gilt die Schutzwahrscheinlichkeit als sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit, trotz des korrekten Einsatzes eines Kondoms schwanger zu werden, ist demnach auch langfristig sehr niedrig. Als Nachteile gelten vor allem der Tragekomfort und der Latexgeruch. So empfinden viele Nutzer das Kondom als eine Belastung bzw. ein notwendiges Übel für das persönliche Sexualleben.